Okavango Delta u. Moremi Reservat

Auf dem Okavango im Okavango Delta fahren, zu den Tsodilo Hills und zum Schluss der Reise ins Moremi Wildreservat, so füllen wir die letzten fünf Tage unserer Rundreise, die an den Victoria Fällen begann, Namibia berührte und in Botswana endet.

Die Tsodilo Hills

Botswana ist durch seine Lage rund um das Okavango Delta ein sehr flaches Land. Daher werden die Tsodilo Hills im Norden der Kalahari Wüste schon als Berge angesehen. Die vier Berge, von denen der höchste 1489 m hoch ist, sind seit 1997 ein UNESCO Welterbe. Die San lebten früher hier und nach ihrer Sage ist der größte Berg der Mann, der zweitgrößte die Frau, der dritthöchste das Kind und der letzte die verlassene erste Frau des Mannes. Insgesamt rund 4500 Felsmalereien wurden hier erschaffen, die das Leben und die Tierwelt vor hunderten von Jahren zeigen.

Tsodilo-Berg
Der größte der Tsodilo Hills in der Ferne

Die Fahrt dorthin ist ein wenig abenteuerlich, denn die Sandpiste hat viele Löcher, die Gegend wird immer trockener und eintöniger, bis die Hügel im Dunst auftauchen.

Auch hier müssen wir eine Eintrittsgebühr entrichten, ehe wir das letzte Stück auf einer noch schlechteren Straße zum Campingplatz und damit zum Fuße des größten Berges kommen. Hier empfängt uns ein Ranger, der uns zu Fuß zu den am besten zugänglichen Felsmalereien bringt. Den ganzen Rundgang findet ihr hier auf Komoot.

Petroglyphen
Felsmalerei an den Tsodilo Hills

Es ist noch nicht sicher, wer genau die teilweise tausende Jahre alten Bilder gemalt hat. Einige Wissenschaftler gehen von den San-Buschmännern aus, andere von den Ägyptern, die bis hier und noch weiter südlich Handel getrieben haben.

Felsmalerei-Tsodilo-Hills
Petroglyph auf den Tsodilo Hill

Von der trockenen Wüstenregion der Kalahari fahren wir nach dem Rundgang die Sandpiste zurück und kommen wieder zum Okavango Delta.

Zwei Nächte dürfen wir die auf einer Insel im Okavango gelegene

Xaro Lodge

genießen. Zehn Minuten braucht das rasante Boot, um uns und unser Gepäck vom Landungssteg zur Lodge zu bringen. Wir fahren auf dem Okavango, am Ufer stehen die Papyruspflanzen mannshoch. Ich habe schnell die Orientierung verloren und hoffe, dass unser Bootsführer weiß, wohin er fährt.

Bootssteg-Xaro-Lodge
Willkommen an der Xaro Lodge

Am Pier werden wir ganz herzlich von der deutschen Inhaberin begrüßt, die hier mit ihrem Mann die Lodge führt. Hier werde ich mich richtig wohl fühlen, denn die Herzlichkeit überträgt sich auf die Angestellten und die liebevoll eingerichteten Bungalows.

Glamping-Xaro-Lodge
Glamping-Hütte am Okanvango – Xaro Lodge

Inselleben an der Xaro Lodge

Die einzelnen Häuser mit Schlafzimmer, Bad und Terrasse stehen weit auseinander. Alle haben direkten Blick auf den Okavango. Wir werden eindringlich gewarnt, nicht allein das Gelände der Lodge zu verlassen und schon gar nicht allein im Dunkeln vom Restaurant oder der Bar zum Bungalow zu gehen.

Lounge-der-Xaro-Lodge
das Abendessen wird gerichtet in der Xaro Lodge

Das Essen ist ein Gedicht am Abend, wir sitzen noch eine ganze Weile an der Bar am offenen Feuer, ehe einer nach dem anderen von den Angestellten zum Bungalow gebracht wird. Die Hippos und Krokodile kommen gern im Dunkeln an Land und sind hochgefährlich. Daher sind die Bungalows auch auf Stelzen gebaut. Die können beide nicht überwinden.

Lagerfeuer-an-der-Xaro-Lodge
blaue Stunde am Lagerfeuer der Xaro Lodge

Inselrundgang

Am Morgen stehen wir ganz früh auf und einer der Ranger begleitet uns auf einem Rundgang über die Insel. Wir sehen Elefantenspuren, können unzählige Vögel beobachten und vor allem auch singen hören und als besonderes Highlight beobachten wir eine der sehr seltenen Fischeulen auf einem Baum. Sie werden bis zu 60 cm groß und sind dank ihres bräunlichen Gefieders kaum zu erkennen. Auf Komoot gibt´s den Rundgang, der nur mit einem Ranger erfolgen darf!

Eule
eine Fischeule

Zum Abschluss sehen wir noch die Hinterlassenschaften eines Hippos direkt vor dem Eingang zum offenen Frühstücksraum. Nun wissen wir, warum wir in der Dunkelheit nicht allein über das Gelände gehen sollen!

Bootstour

Bis zum Nachmittag können wir uns nun ausruhen und den Blick über das nicht immer so friedliche Wasser schweifen lassen.

Von meiner Terrasse aus kann ich durch die Bäume beobachten, wie ein riesiges, ca. 5 m langes Krokodil einen großen Fisch quer im Maul hat und ihn immer wieder mit aller Macht auf das Wasser klatschen lässt. Das sieht schon gewaltig aus und ich bin froh, dass ich hier sicher bin…

Specht
ein Bartspecht in der Nähe der Xaro Lodge

Die Bootstour führt durch die vielen Verzweigungen des Okavango Deltas und immer wieder erblicken wir Wasservögel, große Nilkrokodile und auch das eine oder andere Hippo.

Der nächste Morgen beschert uns eine lange Fahrt über Maun zur

Gomoti River Lodge

Die Sandpiste besteht fast nur aus Löchern und es staubt furchtbar. Einige Kilometer vor der Lodge verlassen wir unseren Kleinbus, denn ab hier geht es nur noch mit dem lodgeeigenen Jeep weiter.

Die Gomoti River Lodge liegt an einem Überflutungsgebiet des Okavango Deltas, fast sieht es aus, als stünde die Lodge auf dem Wasser. Oft ist um diese Zeit schon alles weggetrocknet, aber wir erleben die Lodge noch wasserumspült.

Hauptgebaeude-Gomoti-River-Lodge
das Hauptgebäude der Gomoti River Lodge

Die Einzelnen Zelt-Hütten stehen alle auf Stelzen im Wasser und sind über Laufstege verbunden. In der Mitte ist das Hauptgebäude mit dem Restaurantbereich, der Bar und der großen Terrasse mit Feuerstelle.

Wir werden mit Musik, Gesang und Tanz begrüßt und auf unsere Zelt-Hütten verteilt.

Dann geht es auch schon auf eine Mokoro Tour entlang der Lodge. Die Einbäume werden heute nicht mehr aus Bäumen hergestellt, sehen aber trotzdem noch so aus. Zu zweit sitzen wir darin und unser Bootsführer steht hinten und stakst uns durch das Wasser. Es ist eine ganz ruhige und sanfte Art des Fahrens. Ich kann gut verstehen, dass sich Jäger in so einem Einbaum leise an das Wild heranpirschen können.

Einbaeume
eine Mokoro-Tour an der Gomoti-River-Lodge

Moremi Wildreservat

Sehr früh morgens verlassen alle anderen außer mir und noch einer Mitreisenden die Lodge, denn uns beiden geht es nicht so gut. Wir genießen die Ruhe hier, denn außer uns beiden sind keine Gäste tagsüber in der Lodge.

Die anderen fahren eine ordentliche Strecke, um zum Eingang zu kommen. Sie werden auf Ihrem Tagesausflug mit vielen Elefantenbegegnungen belohnt. Auch Hyänen kommen ihnen vor die Linse und viele andere Tiere.

Hyaene
eine Hyäne schleicht durch das Gebüsch des Moremi Wildreservats

Auch am nächsten Tag steht das Moremi-Wildreservat im Okavango Delta wieder auf dem Programm. Wieder eine lange Anfahrt und schon werden wir wieder mit vielen Tiersichtungen belohnt. Elefantenbullen, Zebras, Paviane, Giraffen, alle lassen sich bereitwillig von uns fotografieren.

Zebras-unter-einem Baum
Suchbild: wie viele Tiere siehst du?
Giraffe-auf-der-Strasse
eine Giraffe hat natürlich „Vorfahrt“

Die letzte Flussfahrt im Okavango Delta

Gegen Mittag verlassen wir den Jeep und steigen in ein kleines Boot um, das den Booten in den Everglades in Florida ähnelt. Das Papyrus steht übermannshoch an den Ufern, wie kann der Bootsführer sich da orientieren? Wir fahren vorbei an Lodges und sind bald in einem der breiten Flussläufe.

Propeller-Boot-Xakanaxa
damit fahren wir gleich im Xakanaxa-Gebiet

Ältere einzelne Elefantenbullen stehen bis zum Bauch im Wasser und fressen sich an den weichen Seerosen satt. Je älter Elefanten werden, desto schlechter werden die Zähne. Sie haben sechs Zahnwechsel, dann ist Schluss. Wenn auch diese Zähne abgenutzt sind, müssen sie verhungern. Daher fressen die alten Tiere gern die weicheren Wasserpflanzen.

Elefantenbulle-im-Fluss
Seerosen fressender Elefantenbulle im Xakanaxa

Sie lassen sich überhaupt nicht von uns stören und wir können dicht an sie heranfahren.

Bald suchen wir uns eine Art Strand, wo wir das Boot verlassen und wir unser Picknick einnehmen. Die Lodge hat uns Brot, Wurst, Käse und Spaghetti Bolognese eingepackt. Es schmeckt herrlich, allerdings werden einige der Bullen auf uns aufmerksam als sie das Wasser verlassen. Stefan, unser Guide und der Bootsführer werden unruhig, wir packen alles schnell zusammen und fahren mit dem Boot zurück.

Ibis-im-Wasser
ein Heiliger Ibis am Ufer

Flug über das Okavango Delta

Vom Boot steigen wir wieder kurz in den Jeep und dann geht es zur Xakanaxa-Startbahn, wo schon ein kleines Flugzeug auf uns wartet. 20 Minuten fliegen wir über das Okavango Delta. Sehen Elefantenherden von oben, Giraffen, Zebras und Antilopen. Je näher wir der Stadt Maun kommen, desto bewohnter wird die Gegend. Kein Wunder, dass es immer wieder zu Begegnungen der Einwohner mit den großen Säugetieren kommt.

Cockpit-eines-Kleinflugzeuges
kurz vor dem Start

Am Flughafen warten zwei Jeeps auf uns, die uns über die furchtbare Sandpiste zurück zur Lodge bringen. Jetzt heißt es Abschied nehmen, denn dies ist unsere letzte Nacht der Reise, die letzte Nacht im Okavango Delta, ehe es morgen von Maun über Johannesburg wieder zurück nach Frankfurt geht.

Ueberflug-Okavango-Delta
das Okavango-Delta von oben in der Trockenzeit

Auf Wiedersehen Afrika! Wir kommen bald wieder!

Hippo-im-Okavango
grinst es uns an?

Du hast die ersten Etappen meiner Reise verpasst? Macht nichts, hier geht es zum ersten Teil.

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kleiner-Vogel
ein Afrikanisches Schwarzkelchen am Ufer

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Petroglyphen-am-Tsodillo-Hill
viele der Felsmalereien sind auch weit oben am Tsodilo Hill

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