Winter im südlichen Schwarzwald

Teil 2

In und um Freiburg

Da will ich einen zweiten Teil zum Winter im südlichen Schwarzwald schreiben und was ist? To the English blog.Es ist Mitte Februar und das Thermometer zeigt heute 20 Grad! Plus, wohlgemerkt. Ok, ein paar Schneebilder habe ich noch und oben auf den Bergen liegt wirklich noch ordentlich Schnee, aber hier unten im Tal blüht es schon und die Erdbeeren unter Folie werden schon bearbeitet.

Mahnmal
die Säule der Toleranz

Im Folgenden werden Orte genannt und Links gesetzt. Es könnte sich um unbezahlte Werbung handeln.

Schneeschuhwandern

Schwarzwald im Schnee
blick von den Präger Böden über den Schwarzwald

Das geht wirklich nicht ohne Schnee, aber an dem ersten Februarwochenende ist es auch in der Rheinebene nicht warm, obwohl doch schon das eine oder andere Gänseblümchen seine Blüten öffnet. Wir wollen aber noch mal so richtig den Schnee genießen.

Am Natursportzentrum Präger Böden haben wir einen Schneeschuhwanderkurs gebucht. Von uns aus fährt man ca. 1 Stunde dort hin. Immer die Berge hinauf und wieder hinunter. Ab ca. 600 m liegt eine ordentliche Menge Schnee, die Straßen sind natürlich geräumt, aber ohne Winterreifen sollte es niemand versuchen. Die letzten zwei Kilometer legen wir auf einer einspurig geräumten Straße zurück, die mehr als meterhoch vom Schnee gesäumt ist. Wenn jetzt einer entgegen kommt…! Und da kommt wirklich ein anderes Auto langsam den Berg hinunter gekrochen. Unter den Rädern liegt viel Eis und es geht steil den Berg hinab. Wer fährt nun rückwärts? Wir, bis wir zu einer Einbuchtung gelangen, wo beide Fahrzeuge knapp aneinander vorbei passen.

Eis hängt vom Dach
Naturdeko – Eiszapfen

Pünktlich sind wir oben, wo gerade noch einige Pensionsgäste frühstücken. Noch müssen wir auf weitere Mitwanderer warten. Kaum sind sie da, werden die Schneeschuhe an die eigenen Winterschuhe geschnallt. Sie sehen ein bisschen aus wie überdimensionierte Squashschläger, verhindern aber, dass man im tiefen Schnee einsinkt.

Schwarzwald im Winter
an den Präger Böden – da wollen wir also rauf

Und dann geht es los, erstmal den Hang hinauf, immer im Zickzack, sonst wäre es zu steil. Jeder bahnt sich seinen eigenen Weg. Puh, das macht warm. Ich habe wohl zu viel angezogen! Solange die Sonne noch scheint, ärgere ich mich über meine dicken Sachen, aber kaum kommen wir oben im Wald an und die Bäume verschlucken den Rest Sonnenlicht, freue ich mich über die wärmenden Klamotten.

Schneeschuhwandern
erste Schritte auf Schneeschuhen

Hier stapfen wir nun einen ausgewiesenen Schneeschuhwanderweg entlang. Auch Fußgänger scheinen hier schon unterwegs gewesen zu sein, aber die sind mindestens einen halben Meter tief eingesunken. Das kann nicht wirklich Spaß gemacht haben…

Unser Schneeschuhführer ist im wahren Leben, sprich im Sommer, ein Waldarbeiter und kennt sich hier bestens aus. Er erzählt uns ein bisschen von seiner Arbeit. Anstrengend ist sie, keine Frage, aber auch sehr naturverbunden. Es sieht nicht so aus, als wolle er sich einen anderen Beruf wünschen.

Wanderung im Winter
Schneeschuhwandern im Schwarzwald

Ausblicke

Dann kommen wir an eine Lichtung. Schon ziemlich weit oben sind wir. Was sehe ich da ganz weit hinten? Das sind doch nicht etwa…? Doch! Die Alpen kann ich sehen! Wow, die sind gut 200 km entfernt. Das hätte ich nicht gedacht. Wir machen unsere Fotos, aber dann geht es zügig weiter, denn der Wetterbericht hat Regen angesagt, auch hier oben und das ist sicher nicht angenehm.

Panoramablick im Schwarzwald
Blick von den Präger Böden auf die Alpen

Noch ein bisschen wandern wir den Berg hinauf, dann stehen wir auf der Kuppe und haben nun den Blick in die andere Richtung, auf den Belchen. Den vierthöchsten Berg des Schwarzwaldes. Oben ist er kahl und weiß. Durch den Zoom meiner Kamera kann ich Lifte erkennen, aber sie stehen. Es stürmt hier ordentlich und dort sicher auch, so dass die Lifte nicht in Betrieb sind.

vierthoechster Berg im Schwarzwald
Blick auf den Belchen

Nun spüre ich die ersten Regentropfen, brrrr…kalt. Schnell wieder in den Wald zurück, dort sind wir geschützter. Das nützt aber nichts, denn zum Abstieg müssen wir eine riesige Bullenweide überqueren. Im Sommer ist es sicher eine saftige grüne Bergwiese, das Betreten strengstens verboten, wie uns ein Schild sagt, nun aber ist es eine eisige, windumtoste Schneeeinöde. Also stapfe ich ein wenig schneller, ich will wieder unter die Bäume!

Wintersport
Schneeschuhwanderweg

Und dann geht es richtig steil hinab. Also mit einem Schlitten wäre das sicher toll, mit Schneeschuhen schon ein wenig mühsam, aber es geht.

Nach zwei Stunden kommen wir wieder am Gasthof an und kaum sitzen wir im Auto, geht der Regen auch so richtig los. Da haben wir nochmal richtig Glück gehabt.

Fazit: Schneeschuhwandern macht echt Spaß, nicht zu dick einmummeln und vor allem sollte es trocken sein. Ich mache es wieder!

Freiburg im Winter

Immer wieder schaue ich mir in meiner Mittagspause diese oder jene Ecke von Freiburg an, die ich von meinem Büro aus gut erreichen kann. Hübsch ist diese alte Stadt. Da freut es mich umso mehr, dass wir mit den „Hungry Birds“ an einem Samstagabend unsere „Weihnachtsfeier“ nachholen. Was machen wir?

Weinhandlung
erster Stopp – Weinverkostung mit Brezeln

Eine kulinarische Stadtführung. Viele lokale Spezialitäten in den unterschiedlichen Lokalitäten probieren und dazu häppchenweise Wissenswertes über Freiburg erfahren. Sogar meinen alteingesessenen Kollegen wird noch das eine oder andere serviert, das sie noch nicht kennen. Kulinarisch z.B. den Schwarzwälder Tequilla, den uns Henry von den Hungry Birds in Freiburgs ältestem Gasthof unten in den Kellerkatakomben, die tatsächlich mal zu ebener Erde lagen, serviert. Das ist jetzt wirklich nicht mein Geschmack! Schwarzwälder Kirschwasser (Schnaps), eine Scheibe Blutwurst und zum Lecken Senf.

Kirschwasser
Schwarzwald Tequilla

Unterwegs in der Haupteinkaufsstraße, der Kaiser-Joseph-Str. erfahren wir, warum in den breiten Fußwegen mit weißen Steinen große Rechtecke markiert wurden. Das sollen die Marktstände symbolisieren, die hier früher standen.

Muenster Kirche
das Freiburger Münster von der Seite

Es ist schon recht spät, als wir den Freiburger Münsterplatz überqueren. Außen herum fließen die Bächle, die in vielen Orten hier zu finden sind. Ursprünglich, etwa im 12. Jahrhundert, wurden sie wohl zur Bewässerung von Feldern angelegt.

Stadtbewaesserung
ein Bächle in Freiburg

Ausgelegt ist der Platz mit Kopfsteinpflaster. Schon im Hellen sollte man aufpassen wohin man tritt, aber im Dunklen ist das fast unmöglich, da der Platz kaum beleuchtet ist. Nur die Kirchturmspitze wird mit Scheinwerfern angestrahlt. Hier unten ist es duster. Wer hier nicht gut zu Fuß ist, der schleicht sicher ganz vorsichtig von einer Seite zur nächsten.

Cocktail
Sekt mit Hibiskusblüte im „Bunten Onkel“

Ich zeige euch noch ein paar Bilder von Freiburg. Wer mehr davon oder meinen Reisen erfahren möchte, findet Neues von mir auf Facebook, Instagram, Pinterest oder auch mal auf Vero.

Lasst gern einen Kommentar oder vor allem ein „Like“ da. Ich freue mich über jeden „Follower“!

Bach in Freiburg
das Krokodil in der Gerberau
Freiburg bei Nacht
das Freiburger Rathaus
Denkmal
Brunnen am Freiburger Münsterplatz

mehr Bilder findest du noch auf meinem Englischen Blog!

Möchtest du noch mehr über meine Reisen erfahren? Das würde mich sehr freuen! Folge mir einfach auf meiner Facebook Seite. Über dein „like“ freue ich mich!

Neue Kommentare

2 Kommentare

  1. Alexandra-Jeanne Schütz
    18. April 2019
    Antworten

    Hallo Gabriela,
    schöner Bericht über Freiburg. Nur eine klitzekleine Korrektur: Die Haupteinkaufsstraße heißt Kaiser-Joseph-Straße, liebevoll auch Kajo genannt, und nicht Karl-Friedrich-Straße
    Viele liebe Grüße,
    Alexandra

    • Gabriela
      21. April 2019
      Antworten

      Liebe Alexandra,
      da hast du recht! Das werde ich sofort korrigieren, vielen Dank, dass du mich darauf hingewiesen hast! Hab ich glatt mit meiner neuen Heimat, Emmendigen verwechselt . Ich entdecke laufend Neues hier, das ist schon spannend.
      Liebe Grüße
      Gabriela

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