Mein Segeltörn in der Adria

Dubrovnik, Korcula, Bar in Montenegro und (Anti-)Paxos

Da stehen mein Mann und ich nun vor der MS Panorama im Hafen von Dubrovnik. Wir wollen durch die Adria segeln. (To the English blog.)

Wer die Serie „Game of Thrones“ verfolgt hat, wird Dubrovnik als Drehort kennen. Vor Jahren haben wir schon einmal die Altstadt auf der Stadtmauer umrundet und das ist eine heiße Angelegenheit. Das kann ich euch sagen! Hier oben, so ganz ohne Schatten können die Temperaturen ordentlich ansteigen, aber der Blick über die roten Dächer der alten Häuser lohnt allemal die Mühe!

roter Himmel über Dubrovnik
Sonnenuntergang in Dubrovnik

Dieser Dreimaster wird also für sieben Nächte unser Zuhause sein. Ganz freundlich werden wir schon an der Pier begrüßt und das Gepäck verschwindet gleich in unserer Kabine. Wie das Schiff ausgestattet ist, habe ich ja bereits in einem früheren Blog beschrieben. Hier ist der Link.

Es geht los nach Korcula

Wir erkunden das Schiff, während unsere internationalen Mitreisenden so langsam eintrudeln. Den Abend verbringen wir noch hier im Hafen, so können Nachtschwärmer noch die Szene in Dubrovnik erkunden. Ganz früh am Morgen legen wir endlich ab und fahren durch die Inselwelt der Adria nach Korcula.

unterwegs in der Adria
Schwimmpause in der Adria

Kurz bevor wir da sind, machen wir noch einen Badestopp an einer unbewohnten Insel. Wer will, kann vom Boot aus schwimmen oder schnorcheln oder sich mit dem Beiboot an Land bringen lassen, um von hier aus das Wasser zu erkunden. Ich schnappe mir meine GoPro und hüpfe ins Wasser. Es ist sehr klar, aber Fische sehe ich fast keine. Sehr schade!

der Hafen von Korcula
Blick auf Korcula
Korculas Stadtmauer
Stadttor in Korcula

Gegen Mittag erreichen wir dann den kleinen Hafen von Korcula, der direkt an der Stadtmauer der mittelalterlichen Stadt liegt. Runter vom Boot und rein in den Ort! Mit 20 Jahren war ich einmal hier, viel verändert hat ich wirklich nicht, sogar das Hotel von damals steht noch. Viele kleine Läden und Cafés laden zum Shoppen und Schlemmen ein.

Straße in Korcula
schmale Gasse in Korcula

Zwischen den alten Häusern in den engen Gassen ist es angenehm warm. Da lässt es sich gut entlang schlendern, besonders mit einem leckeren Eis in der Hand!

Was mache ich in Bar

Mit der untergehenden Sonne verlassen wir den Hafen.

Sonnenuntergang in Korcula
tschüss Korcula

Wir machen uns auf, das Gebiet der EU zu verlassen. Wohin? Nach Montenegro, genauer gesagt nach Bar. Der Hafen liegt direkt an den steinigen Stränden, die gut besucht sind.

Strandpromenade von Bar
Strand von Bar
Bar in Montenegro
Orthodoxe Kirche in Bar

Wir gehen in Richtung Stadt, machen einen Abstecher in eine neu gebaute orthodoxe Kirche und gehen dann langsam weiter. Unterwegs halten wir ein Taxi an, das uns in die alten Stadt Bar bringt, die weit oben, strategisch günstig in den Bergen liegt. Mit dem Taxifahrer machen wir aus, dass er uns in 90 Minuten wieder abholt. Ob das wohl klappt?

Museumsort Bar
Ruinen der alten Stadt Bar

Wir zahlen den Eintritt und schauen uns die Ruinen an und freuen uns an dem tollen Weitblick, den auch die damaligen Einwohner gehabt haben. Im Rücken hohe Berge und in der Ferne das Meer. So war jeder Angreifer schon von weitem auszumachen.

Berge Montenegros
Blick über die alte Stadt Bar

In der kleinen Einkaufsstraße vor der Ruinenstadt gönnen wir uns einen frisch gepressten Orangensaft und warten auf unser Taxi. Leider vergebens… Also nehmen wir uns ein anderes und fahren zurück zum Hafen. Kaum sind wir an Bord, geht es auch schon weiter. Wir verlassen nun auch die Adria.

Fehltritt auf Antipaxos

Zurück in die EU, deshalb muss uns der Kapitän der MS Panorama am nächsten Morgen auch auf Korfu in Griechenland kurz anmelden, ehe wir weiter nach Antipaxos, unserem nächsten Badestopp segeln dürfen.

Kurz anmelden, so soll es auf Korfu sein. Wir legen schon sehr früh an, weil wir ja eigentlich schnell weiter wollen. Leider legt auch eine große Fähre direkt neben uns an und entlässt hunderte Touristen und viele Autos auf die Insel. Die Matrosen haben eines ihrer Taue zum Festmachen der Fähre über unseres  geworfen und das kann leider so nicht gelöst werden.

harbour of corfu
Große Fähre gegen kleines Segelschiff…

Also heißt es warten, bis die Fähre neu beladen ist… unser Kapitän schäumt vor Wut, bringt dieser unerwartete Aufenthalt doch unseren ganzen Tagesplan durcheinander.

Als wir endlich los kommen, ist der Vormittag weit fortgeschritten. Bis Antipaxos, mit seinem wunderschönen weißen Strand ist es noch ein ganzes Stück Fahrt.

Bucht von Voutoumi
wir ankern in Antipaxos

Dort angekommen am Voutoumi Strand, ankern wir mit vielen anderen Yachten in der Bucht. Wer will, lässt sich mit dem Beiboot an Land bringen, wo Liegen, Sonnenschirme und ein Restaurant auf Besucher warten. Es gibt auch eine ganz kleine, eher einsame Bucht, der Mesovikra Strand, aber sie hat nur große Kiesel zu bieten, also entscheiden wir uns für den feinen Sandstrand.

Zwei freie Liegen und ein Schirm sind schnell gefunden und genauso schnell auch bezahlt. Nichts wie ab ins warme, türkisblaue Wasser! Herrlich!!! Im Flutsaum ist der Sand unglaublich fein und ganz weiß und so geht es auch ins Wasser. Gesäumt ist die Bucht von malerischen Felsen. Permanent legen kleine Shuttleboote an und holen Badende ab und bringen neue Sonnenhungrige an den Strand.

Antipaxos
der Voutoumi Strand

Leider wird mir ein großer Stein, der zwischen den Liegen liegt, zum Verhängnis. Ich stolpere und schlage mir den linken kleinen Zeh so an, dass ich buchstäblich Sterne sehe vor Schmerzen.  Auweia, das hat noch gefehlt!

Ich will jetzt nur noch an Bord und ganz viel Eis auf den geschwollenen Zeh legen. Gut, dass unser Beiboot gerade kommt. Mühsam humple ich über den Steg zum kleinen Boot.

An Bord bekomme ich Eiswürfel und von einer lieben Mitreisenden Tapeband (vielen lieben Dank Petra!!!), das ich mir um den Zeh wickle, damit er nicht schief wird, falls ich ihn gebrochen habe. Na toll! Gut, dass ich Paracetamol gegen Schmerzen dabei habe.

Bald fahren wir weiter nach

Paxos,

wo wir den ganzen Abend verbringen. Was für ein niedlicher kleiner Hafen! Auch hier ankern unzählige kleine Boote, die Besitzer genießen den Sonnenuntergang in einer der vielen kleinen Bars und Restaurants.

Restaurant in Paxos
im Hafen von Paxos
Paxos

Ich versuche so gut es geht meinen Zeh nicht zu belasten und schlurfe so ganz langsam an der Uferstraße entlang, bis wir uns zum Essen in einem der kleinen Restaurants niederlassen.

Wir bestellen typisch griechische Gerichte, von jedem einzelnen könnten getrost mindestens zwei Personen satt werden. Der Rotwein ist extrem lecker, hier könnte ich sitzen bleiben.

Nacht in Paxos
Abendstimmung in Paxos

Aber wir wollen ja weiter. Im nächsten Blogbeitrag zu meiner Adria-Reise erfahrt ihr, wohin wir dann segeln.


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Segeltörn
Gabriela und Dirk auf der MS Panorama

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