Im Land zwischen zwei Ozeanen (1. Teil)

 

Ein langer Kanal und viel Regenwald  P1050603

 

Mittelamerika. So weit weg von Deutschland. Und auch wärmer, denn es ist April. Trockenzeit in Panama. Regen hatten wir in den letzten Monaten ja genug zu Hause.

Nach einem langen Flug von Hamburg über Amsterdam kommt endlich Panama in Sicht. Oder ist das Miami? Das Flugzeug macht eine Kurve und fliegt von See her direkt auf die Stadt zu. Wir sehen Hochhäuser über Hochhäuser. Und viele Ozeanriesen, die durch den Panamakanal fahren wollen. Sie warten draußen auf See auf die Genehmigung zur Durchfahrt. Noch ist der Kanal nur einspurig zu befahren und es kommt nur durch, wer die Gebühr in bar entrichtet hat.

Der Himmel ist grau, sehr grau. Sind das etwa Regenwolken? Es soll doch Trockenzeit sein.

Das Flugzeug landet. Jetzt noch durch den Zoll. Europäische Hektik? Hier Fehlanzeige. Immer langsam. Fast zwei Stunden brauchen wir. Gut, dass wir einen Transfer zu unserem Hotel bestellt haben, denn langsam wird es dunkel. Wir sind nicht weit vom Äquator entfernt und da wird es halt rund ums Jahr früher dunkel.

Unser Fahrer wartet schon mit einem Namensschild auf uns. Er stellt sich als Rafael vor. Er kann ein bisschen Englisch und meint, dass wir ca. 45 Minuten benötigen, allerdings müssen wir uns durch den Feierabendverkehr quälen und der ist in Panama genauso zäh fließend wie in Hamburg.

Endlich haben wir die Großstadt hinter uns gelassen. Es ist stockdunkel. P1050618Wir fahren jetzt über eine Landstraße in den Regenwald.

Das Gespräch mit Rafael gestaltet sich schwierig, immer wieder fällt er ins Spanische, als er mitbekommen hat, dass wir die Sprache ein wenig beherrschen. Leider zu wenig, als dass wir ihm wirklich folgen könnten bei seinen Erklärungen. Sein Englisch ist leider auch sehr limitiert, immerhin verstehen wir so viel, dass wir auf der linken Seite ab und zu den Panama Kanal sehen könnten und dass er uns gern wieder abholt und uns Touren anbietet, wenn wir denn welche machen wollen.

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Brücke nach Gamboa

Dann wird es plötzlich ganz hell vor uns. Wir kommen an eine ganz schmale Brücke, die für Autos nur einspurig befahrbar ist und auch noch Eisenbahnschienen auf der einen Seite hat.

Für uns ist erstmal rot. Autos kommen uns auf schmalen Planken entgegen und ein riesiges Schiff. So sieht es jedenfalls aus, aber es versucht nur, um eine recht enge Kurve im Panama Kanal zu kommen.P1050637

Die Brücke führt über einen der vielen Seitenarme und Seen, die den Panama Kanal mit Wasser speisen.

Es geht weiter, wir biegen ab, hier ist die Nacht noch schwärzer, wenn das überhaupt geht. Na hoffentlich kommt uns hier kein größeres Tier in die Quere. Die Geräusche der Nacht dringen durch die geöffneten Autofenster. Es ist immer noch sehr warm draußen, der Fahrtwind bringt nur wenig Abkühlung, das tut gut nach dem langen kalten Winter und Frühjahr in Deutschland.

Es wird wieder heller, Straßenlaternen sind zu sehen. P1050658Jetzt erblicken wir auch große Häuser auf Stelzen. Sie sehen aus wie Kolonialbauten, aber seltsam unbewohnt sehen sie aus.

Wie wir später erfahren sind das die Überbleibsel der US Amerikaner nach dem Bau des Panamakanals. Nun gehören sie zum Gamboa Rainforest Resort, aber nur wenige sind bewohnt.

Rafael hält vor dem hell erleuchteten Hoteleingang. Ein Page trägt unsere Koffer hinein.

Wir sind endlich angekommen. Todmüde nach einem langen Flug und der Fahrt durch die Dunkelheit.

Schade, dass wir unsere Umgebung nicht sehen können. Man gibt uns unseren Schlüssel und wir folgen dem Pagen zu unserem Zimmer.

Das Hotel ist an einen Hang gebaut, unser Zimmer ist fast ganz oben. Da sollten wir  morgen wohl einen fantastischen Ausblick genießen können.

Für heute reicht es uns und wir setzen uns erstmal auf unseren Balkon. Naja, mein Mann sitzt, ich lege mich in die _DSC6032Hängematte und lasse mich ein wenig von ihm schaukeln. Wir genießen die laue Luft, die unbekannten Geräusche und Laute aus dem Regenwald und das ungewohnte Aroma des umliegenden Waldes.

Wir freuen uns auf morgen, jetzt wollen wir  nur noch ausschlafen.

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