Auf der Gardenroute in Südafrika

Über die Gardenroute von Port Elizabeth nach Kapstadt

Port Elizabeth

Mit meinen Kunden bin ich unterwegs durch Südafrika. Dieser Blogbeitrag ist über die Kapregion. Gebeco ist unser deutscher Veranstalter, mit dem wir unterwegs sind.

Meer in Port Elizabeth, Südafrika
Am Strand von Port Elizabeth

Nachdem wir von unserer wunderbaren Busfahrerin Mavis in Johannesburg Abschied genommen haben, fliegen wir mit unserer örtlichen Reiseleiterin Gisela nach Port Elizabeth, um auf dem Landweg nach Kapstadt zu fahren.

In Port Elizabeth kommen wir erst gegen Abend an, es ist gerade noch Zeit, um einen Spaziergang zum Strand zu machen, denn das  „The Kelway Hotel“ liegt nur einen Steinwurf entfernt.

Drachenbaum
ein Drachenbaum im Happy Valley in Port Elizabeth

Der Strand ist menschenleer, wie auch das Happy Valley, ein grüner Garten mitten in der Stadt.

Auf der Gardenroute nach Knysna

Nach 2 Stunden Fahrt erreichen wir die Storms River Bridge, die die Schlucht des Storms River überspannt.  Sehr praktisch, dass ein Rasthof direkt daneben liegt und wir die Pipipause auch zum Fotografieren nutzen können.

Flusscanyon, Suedafrika
der Storms River Canyon

Hier beginnt eigentlich auch die Gardenroute erst richtig, die Landschaft ist wirklich wunderschöne. Kein Wunder, dass die damals hier vordringenden Buren sie als einen Garten Eden ansahen. Leider ähnelt die heute Landschaft der damaligen nicht mehr sehr, aber sie ist immer noch herrlich anzusehen.

Tsitsikamma Park
am „Big Tree“ im Tsitsikamma Marine Park

Kaum sitzen wir wieder im Bus, haben wir auch den Eingang zum „Big Tree“ erreicht. Nach 600 m über einen gut gepflegten Holzweg erreichen wir den ca. 350 Jahre alten Gelbbaum, der ungefähr 9 m Umfang hat. Dann geht es weiter zum Tsitsikamma Nationalpark, einem Meeresschutzgebiet.

Wow! Der erste Blick und auch noch 2 Stunden später sind wir total beeindruckt von diesem Naturschauspiel und der Umgebung hier. Einige Leute campen hier oder haben sich kleine Holzcottages gemietet.

Meterhohe Brecher donnern hier mit Urgewalt an die stark zerklüftete Küste, es liegt ein Tosen und Brausen in der Luft. Ich habe das Gefühl, ich könnte die feuchte Luft fast greifen.

Wer einigermaßen gut zu Fuß ist, geht über den Mouth Trail, einem Holzplattenweg, zu den Hängebrücken. Viele Stufen sind zu steigen, aber immer wieder werde ich mit einem atemberaubenden Blick auf die Küste und das brodelnde Meer belohnt. Dann stehe ich an der ersten Brücke, die den Storms River an seiner Mündung ins Meer überspannt.

Suspension Bridge, Storms River
am Ende des Mouth Trails, im Hintergrund die Hängebrücken

Beim Hinübergehen sehe ich Kayakfahrer, die den Fluss hinauffahren. Er fließt ganz ruhig und ist ziemlich braun von den Sedimenten. Die Brücke schaukelt ganz ordentlich, aber mich stört das nicht. Mich beeindruckt die ungezähmte Natur hier viel mehr. Auf der einen Seite die wie mit einem Urwald bewachsenen Berge, in die der Fluss eine tiefe Kerbe hineingefressen hat, auf der anderen Seite das brausende, aufgewühlte Meer. Einfach wunderschön!

Hängebruecken Storms river
am Storms River

Über weitere Hängebrücken geht der Rundweg dann zurück zum Parkplatz. Leider müssen wir weiter, denn wir wollen ja in Knysna rechtzeitig zum Sonnenuntergang ankommen.

Knysna

Das Protea Hotel Knysna liegt direkt am kleinen Hafen mit vielen Restaurants  und kleinen Geschäften, die viele typische Handwerksarbeiten anbieten. Die Sonne geht gerade blutrot hinter dem Hafen unter und wir haben Glück, dass wir in dem Restaurant „Dry Dock“ noch einen Tisch bekommen. Das Essen ist gut und reichhaltig.

harbour of Knysna
am Yachthafen von Knysna im Sonnenuntergang

Am nächsten  Morgen brechen wir früh nach Oudtshoorn auf. Erst fahren wir durch eine grüne Hügellandschaft. Leider hat hier im letzten Jahr ein verheerendes Feuer gewütet, das nicht nur die Wälder verwüstet hat und leere, verkohlte Baumstämme zurück gelassen hat, sondern auch viele hier stehende Häuser bin auf die Grundmauern verbrannt hat. Die Büsche und Gräser haben sich bereits erholt, aber bis die Bäume nachgewachsen sind, wird es wohl viele Jahre dauern.

Gardenroute
in der Nähe von Knysna

Da wir eine ganze Weile hinter langsam fahrenden LKWs hängen, dauert die Fahrt länger, als die geplanten 2 Stunden. Wir durchfahren die netten Küstenstädte  Wilderness. und George, ehe die Landschaft trockener und eintöniger wird. Die Erde ist rot und steinig, weniger und struppige Vegetation wächst hier. Wir kommen in die Kleine Karoo.

Landschaft der Kleinen Karoo
in der Nähe von Oudtshoorn

Oudtshoorn

liegt vor uns.

Wir hören von Gisela, dass man hier auf Game Lodges übernachten kann und sogar mit einem Ranger Erdmännchen zum Sonnenaufgang besuchen darf.

Wir wollen hier aber zunächst die Cango Caves besichtigen. Das ist ein mehrere Kilometer langes Tropfsteinhöhlensystem, von dem ein kleiner Teil der Öffentlichkeit zugänglich ist. Eine Besonderheit dieser Höhle ist auch, dass zu jeder Jahreszeit eine Temperatur von 19 Grad hier herrscht, da sie nur maximal 25 m unter dem Felsen liegt. Also immer angenehm. Eine deutsch sprechende Rangerin führt uns durch die Höhle, die mit riesigen Hallen aufwarten kann.

Tropfsteinhoehle Suedafrika
in den Cango Caves

Die Stalaktiten und Stalagmiten sind zum Teil viele hunderttausend Jahre alt, da sie extrem langsam wachsen. Schon die hiesigen Ureinwohner, die San, haben den vordersten Teil der Höhle bewohnt.  Die fantastische Akustik führt die Rangerin uns mit einer Gänsehautversion des „Ave Maria“ vor.

Davon noch ganz begeistert fahren wir ca. 30 min zurück, um jetzt eine der vielen hier ansässigen Straussenfarmen zu besuchen. In der „Ostrich Safari“  Farm bekommen wir erstmal ein wirklich leckeres 3 Gänge Menü. Wer hat es erraten? Natürlich mit einem Straußensteak und Straußenwurst. Dann geht es über die Farm, wo wir die verschiedenen Straußenarten zu sehen bekommen und viel über die Haltung der Tiere erfahren.  Früher wurden sie nur der Federn wegen gehalten, heute wegen des extrem cholesterinarmen Fleisches.

Ostrich Safari
auf der Straußenfarm

Dann fahren wir zurück nach Knysna, dem baldigen Sonnenuntergang entgegen, der die Landschaft in ein wunderbar weiches Licht taucht.

Den nächsten Tag benötigen wir, um die fast 500 km nach Kapstadt zu fahren. Den größten Teil der Gardenroute, die vom Storms River bis Mossel Bay führt, haben wir ja bereits gesehen.

Landschaft in der Kapregion
abgeerntete Felder

Die  Landschaft ändert sich nun, ist aber sehr abwechslungsreich, riesige abgeerntete Felder werden immer wieder von Wäldern oder Hügeln durchbrochen.  Die Straßen sind ziemlich leer, so dass wir gut voran kommen. Unterwegs machen wir Halt an einer Aloe Produktion. Dieser Pflanze werden viele Heilkräfte nachgesagt und sind zum Teil ja auch erwiesen.

Heilpflanze
Aloe Pflanzen

Gegen Abend kommen wir dann endlich in der Stadt am Tafelberg an. Er zeigt sich uns sogar ohne sein Tuch, die Wolken, die so oft daran hinunter wabern.

Mehr von Kapstadt dann im nächsten Blogbeitrag. Der Kruger Nationalpark interessiert dich auch?! Dann findest du hier mehr dazu. Noch mehr Bilder und Aktuelles gibt es auf Instagram, Facebook, Pinterest und Vero (Gabriela Kern). Ich freue mich wie immer über „likes“ und Kommentare! Mehr Bilder gibt es natürlich auch auf meinem englischen Blog.

Siedlung in Suedafrika
ein Town Ship
Garden Route South Africa
unterwegs auf der Gardenroute
Hyrax
Klippschliefer im Tsitsikamma Nationalpark

Möchtest du noch mehr über meine Reisen erfahren? Das würde mich sehr freuen! Folge mir einfach auf meiner Facebook Seite. Über dein „like“ freue ich mich!

Neueste Kommentare

2 Comments

  1. Anonymous
    17. Mai 2018
    Reply

    Toller Bericht. Als wäre man selbst dabei gewesen!!!

    • Gabriela
      17. Mai 2018
      Reply

      Es lohnt sich! Und Südafrika läuft nicht weg, vielleicht klappt es ja mal. Beste Grüße Gabriela

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