Arequipa – Die weiße Stadt in Peru

Der lange Weg nach Arequipa

Das war eine lange Anreise, die meine Kunden und ich bis hier her hatten.(To the English blog.) Mit dem Zug nach Frankfurt, weiter mit LATAM nach Madrid, von dort nach Lima. Das Gepäck rausholen, neu einchecken und ab mit dem nächsten Flieger nach Arequipa.

Peru, Berge
Peru von oben, grüne Berge
Peru, Flugzeug
Flug über Peru, karge Berge

Die zweitgrößte Stadt Perus liegt auf 2300 m Höhe. (Unsere insgesamt vier Reiseleiter in Peru sind sich nicht einig, ob Arequipa nun die zweit-oder drittgrößte Stadt des Landes ist..) Schon der Inlandsflug hierher war toll, denn wir hatten klare Sicht auf Peru. Wir überfliegen karge Landschaften und grüne Berge mit tiefen Einschnitten.

Arequipa ist auf viele Hügel gebaut und weitet sich immer mehr aus. Die Innenstadt besteht aus vielen weißen Häusern. Daher stammt der Name „ weiße Stadt“ aber nicht, wie unsere örtliche Reiseleiterin Elisa erklärt. Die Bezeichnung soll von den sehr hellhäutigen Einwohnern stammen.

Wir kommen gegen Mittag an. In Deutschland ist es schon Abend. Hier ist es sieben Stunden früher.

Peru, Arequipa, Misti
Arequipa und der noch aktive Vulkan Misti
In Arequipa

Jeder von uns verbringt die Stunden bis zum Abendessen nach seinem Gusto. Elisa hat uns Plätze im Restaurant Zigzag reserviert, eine sehr gute Wahl, nicht nur, weil es nur ein kurzer Weg con unserem Hotel San Agustin Posada entfernt ist, sondern auch, weil es eine super gute Küche hat.

Wir bekommen alle ein Papierlätzchen um. Etwas verwundert schauen wir uns an, prosten uns aber erst mal mit dem landestypischen Pisco Sour zu. Als unser Essen, ich habe Alpaka, auf dem heißen Lavastein serviert wird, wissen wir warum, denn es brutzelt noch ordentlich. Alpaca enthält so gut wie kein Fett und schmeckt fantastisch.

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typischen Gefährt in Peru

Nach der wohlverdienten Nachtruhe legen wir morgens los zur Stadtbesichtigung.

Arequipa, Peru, Yanahuara, Totempfahl
in Yanahuara, einem Stadtteil von Arequipa, steht ein Totempfahl
peru, Arequipa, Yanahuara
Kirche in Yanahuara, Arequipa

Der Bus holt uns in einer Seitenstraße ab, denn in der historischen Altstadt gibt es fast nur sehr enge Einbahnstraßen, die der Bus nicht alle befahren darf.

Wir fahren zunächst zu zwei Aussichtspunkten, um die drei Vulkane, die teilweise über 6000 m hoch sind, besser sehen zu können. Sie heißen Misti, Chachani und Pichu Pichu.

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Arequipa, die Vulkane Picchu Pichu und Chachani

Ein bisschen dunstig ist es, aber wir haben einen guten Blick auf die zwei erloschenen und den einen noch aktiven Vulkan. Elisa erzählt uns, dass es hier in Arequipa wohl auch täglich Erdbeben gäbe, die aber meist nicht zu spüren sind. Ich habe nicht gemerkt…

Wir sehen auch die schon von den Inkas angelegten Terrassenfelder. Alles ist herrlich grün, denn trotzdem der Ort ja recht hoch liegt, gibt es auch im Winter, der jetzt bald kommt, hier nie Schnee. Selbst auf den hohen Vulkanen liegt nicht immer welcher.

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3000 Kartoffelsorten gibt es in Peru

Bald steigen wir aus und gehen zu Fuß weiter. Zuerst durch die Markthalle. Elisa zeigt uns so einige Früchte, die wir nicht kennen, z.B. sehr kleine Papayas, die wie Mangos riechen.

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auf dem markt gibt es auch alle Utensilien für Schamanen

Wir gehen an vielen schönen Gebäuden vorbei und schauen uns die Iglesia de la Compania von innen an.

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Kirche La Compania
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Im Innenhof des ehemaligen Klosters La Compania

Am Plaza de Armas genießen wir den Blick auf die Kathedrale, hinein können wir jetzt nicht, da sie erst am späten Nachmittag öffnet.

Bei Crêpes und Kaffee machen wir eine Pause im „Crepisimo“. Sehr lecker, wie wir feststellen.

Im Kloster Santa Catalina

Dann geht es schräg gegenüber in der Kloster Santa Catalina, die Stadt in der Stadt. Eine einstündige Führung zeigt uns, wie die Nonnen über Jahrhunderte von der Welt abgeschieden gelebt haben.

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Blick aus dem Kloster Santa Catalina
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ehemalige Küche im Kloster Santa Catalina
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auch Nonnen müssen „Müssen“
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eine ehemalige Zelle im Kloster Catalina

Immer noch leben Nonnen hier, aber längst nicht mehr so weltentrückt. Sie haben sogar ein eigenes Fitnessstudio!

Den Abend wollen wir ganz gemütlich im Sternerestaurant „Chicha“ ausklingen lassen. Leider wird daraus nichts. Wir sitzen in einem zwar überdachten, aber sehr zugigen Innenhof. Da helfen auch die Wärmelampen nicht, ein wohliges Gefühl zu erzeugen. Leider trägt auch der offensichtlich überforderte Kellner nicht dazu bei, den Aufenthalt zu verbessern. Das Meerschweinchen, die hier örtliche Spezialität ist zäh, das Fleisch trocken und fast kalt. So wie auch ich stehen mehrere meiner Mitreisenden nach drei Stunden hungrig vor der Tür. Ich kann nur hoffen, dass das ein Einzelfall war und wir nur Pech hatten, bei all dem Geld, das dieses Essen gekostet hat…

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Peruanische Spezialität, Meerschweinchen

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ehemalige „Waschmaschine“ im Kloster Santa Catalina

 

 

 

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