Schottland: Edinburgh und Inverness

Die letzten Tage meines North Coast 500 Roadtrips

Die Reise hat meinen Mann und mich von Edinburgh in den Westen Schottlands und dann ganz in den Norden geführt, nun sind wir fast am Ende der Tour in Inverness und Edinburgh. Ein Roadtrip auf der fantastischen North 500 in Nord-Schottland. (To the English blog.)

In Fortrose

Wir kommen am späten Nachmittag in dem uns bereits bekannten B & B Water´s Edge in Fortrose an. Das ist ein kleiner Ort  am Moray Firth, einem tiefen Einschnitt der Nordsee in das Land, fast wie ein Fjord.

Bed und Breakfast
B & B Water´s Edge in Fortrose, Zimmer 3

Gill und Bill freuen sich, dass wir ihr B & B wieder ausgewählt haben und bereiten uns einen wirklich herzlichen Empfang. Die Zimmer sind immer noch so schön und bequem wie damals, ausgestattet mit allem, was der müde Reisende benötigt. Einschließlich einer Nespresso Maschine und leckeren Keksen, Schirmen, wenn´s mal wieder nass von oben kommt und einem Fernglas, um die fantastische Aussicht auf den Firth zu genießen.

die Bar im „The Anderson“

Wir haben aber erstmal Hunger und freuen uns wieder auf das leckere Pubessen im „The Anderson“. Hier ist nicht nur das Essen unglaublich gut, sondern auch die Auswahl an Bier-und Whiskey-Sorten ist riesig. Wer hier nichts findet, hat wirklich selber schuld!

Kirchenruine in Fortrose
Ruinen in Fortrose

Nach einem opulenten und frisch gekochten Frühstück unserer Wirtsleute und einem anregenden Gespräch mit weiteren Gästen, wollen wir Inverness erkunden. Nach einem Blick auf den  Tidenkalender sehen wir aber, dass die Flut jetzt langsam aufläuft und damit ist die Wahrscheinlichkeit die hier lebenden Delfine, Große Tümmler sind es, zu beobachten.

Chanonry Point
die Tümmler am Chanonry Point, im Hintergrund Fort George
Bottlenose Dolphins
die Tümmler vor Fort George

Also fahren wir zum Chanonry Point, einer Landspitze, die recht weit in den Moray Firth hinein reicht. Gegenüber liegt Fort George und hier jagen die Delfine gern die Fische, die durch die Flut mit in den Firth geschwemmt werden.

Leuchtturm nahe Fortrose
der Leuchtturm am Chanonry Point

Kaum sind wir am Leuchtturm angekommen, sehen wir auch die ersten. Gar nicht weit vom Strand entfernt. Ich freue mich, dass ich mein Fernglas dabei habe. Über eine Stunde stehen wir im kalten Wind und beobachten die jagenden Delfine! Dann wollen wir doch mal nach

Inverness

Wir parken recht zentral in der Nähe des Bahnhofs. Von hier aus laufen wir ein bisschen durch die Stadt, am Inverness Castle vorbei, dass sich über dem Fluss Ness erhebt.

Kirche in Inverness
Blick auf Inverness

Leider ist es nicht zugänglich, bzw. man kann nur den Turm besteigen, da es ein Gericht ist. Wir laufen ein bisschen am schnell fließenden Ness entlang, über diese und jene Brücke und quer durch die Fußgängerzone. Da es jetzt recht warm ist, entschließen wir uns ganz spontan, Fort George noch einen Besuch abzustatten.

Fort  George

ist eine Kaserne in Betrieb, aber trotzdem für den Publikumsverkehr zugänglich. Mit einem Audiosystem ausgestattet treten wir über den tiefen Graben durch das Tor und sofort fühlen wir uns um viele Jahre zurück versetzt. Viele Räume sind noch wie im Originalzustand und vermitteln eindringlich, wie Soldaten im 18. Jahrhundert gelebt haben. Von der hohen Verteidigungsmauer können wir sogar wieder Delfine beobachten.

Museum Fort George
ein Museumsraum in Fort George
Auf nach Edinburgh

Auf dem Weg nach Edinburgh machen wir noch einen Abstecher nach Balmoral Castle, das ich mir viel größer und imposanter vorgestellt habe. Leider gießt es, so dass wir pitschnass durch den wirklich toll angelegten Garten laufen und uns kurz in der großen Halle, dem einzig zugänglichen Raum im Schloss, aufwärmen.

Sommersitz der Queen
Balmoral Castle

Endlich kommen wir in Edinburgh an und wir sind heilfroh, dass wir ein Navi haben. Hier gibt es so viele Einbahnstraßen und leider auch viele Baustellen, so dass wir einige Umwege fahren müssen. Unser B & B ist hier das Sonas Guest House, das in einer Wohngegend liegt, aber einen guten Busanschluss in die Stadt hat.

Es ist sauber und ordentlich hier, das Wlan funktioniert und das Frühstück wird frisch für jeden Gast zubereitet. Die Gastgeber ist sehr freundlich und geben gern Auskunft, wo es leckeres Essen gibt usw.

Wir reservieren noch schnell einen Tisch im Salisbury Arms, einem Pub mit Restaurant. Wir sind so begeistert, dass wir noch schnell einen Tisch für den nächsten Abend reservieren. Ohne Reservierung bekommt man hier kaum einen Tisch, dass es hier einen super Service und tolles Essen zu vernünftigen Preisen gibt, hat sich wohl herum gesprochen.

Edinburgh
Palace of Holyrood House

Es ist der Geburtstag meines Mannes, also darf er heute bestimmen, was wir machen. Mit dem Bus fahren wir in das Stadtzentrum und laufen dann einen kurzen Weg zum Palace of Holyroodhouse, dem offiziellen Zuhause der Queen in Schottland. Hier wird die schottische Geschichte eindrucksvoll erzählt, der Rundgang durch das Schloss gibt Einblicke in das Leben der Royals. Auch Bonnie Prince Charles hat während des Aufstands 1745 kurz hier gelebt.

die Ruinen von Holyrood Abbey

Die Residenz liegt gegenüber des Schottischen Parlaments, einem hochmodernen Gebäude, im Hintergrund sehe ich Menschen auf die umliegenden Berge steigen, um einen besseren Überblick über die Stadt zu bekommen.

Mit den anderen Touristenmassen schieben wir uns die Royal Mile hügelan. Gefühlt kommen wir an 1000 Souvenirläden vorbei, wobei der eine oder andere wirklich interessante Sachen bietet.

Edinburgh
ein schönes Haus an der Royal Mile

Wir wollen nun Edinburgh Castle besichtigen, das am anderen Ende der Royal Mile liegt. Die Schlange an den Schaltern ist erlenlang, so dass wir uns kurz entschlossen im Internet eine Karte besorgen mit einer fixen Eintrittsuhrzeit. Bis dahin ist aber noch ein bisschen Zeit, so dass wir an den Aufbauarbeiten des Edinburgh Military Tattoos entlang den Hügel wieder abwärts gehen. Das Tattoo findet jedes Jahr direkt vor den Castle statt, riesige Tribünen werden aufgebaut. Können dann noch mehr Touristen durch die Straßen strömen als jetzt schon? Kaum vorstellbar.

Schlossblick
Blick von Edinburgh Castle über die Stadt

Am Grassmarket vorbei biegen wir in die King´s Stables Road ein, um zu den Princes Street Gardens zu kommen, die direkt unterhalb der Burg liegen und von vielen als kleines Naherholungsgebiet genutzt werden. Auf einer Parkbank in der Sonne  ruhen wir uns auch ein wenig aus, denn gleich müssen wir uns den Burgberg natürlich wieder hinauf quälen.

Im Edinburgh Castle

angekommen, können wir mit unseren Tickets gleich an den Schlangen vorbei und hinein gehen.

Edinburgh
Edinburgh Castle

Das Audio-System sparen wir uns. Überall ist alles gut ausgeschildert. Von der Burgmauer aus haben wir einen fantastischen Blick über die Stadt, in den einzelnen Räumen wird viel zur (kriegerischen) schottischen Geschichte erzählt. Auch durch das düstere Gefängnis gehen wir. Gut, dass hier niemand mehr eingesperrt wird. Im Burgcafé gönnen wir uns einen Scone mit Tee und genießen den Blick zum Hafen.

Trotzdem lockt mich noch die Princes Street mit den vielen Läden. Also gehen wir wieder bergab und lassen uns ein wenig von dem überwältigenden Angebot an Waren inspirieren, ehe wir mit dem Bus zurück fahren.

Shopping mall in Inverness
eine alte Mall in Inverness

Hier endet mein Roadtrip durch das nördliche Schottland. Leider… Nach Edinburgh und Schottland kommen wir wieder! Wer auch über die anderen Teilstücke unserer Reise auf der North 500 lesen möchte, findet sie hier, hier und hier 🙂

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Neueste Kommentare

Ein Kommentar

  1. 23. Oktober 2017
    Reply

    Hallo Gabriela, ich kann nur bestätigen das dies eine fantastische Reise war!

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