Wein und Wasser rund um Kapstadt

Wer in Kapstadt ist, besucht natürlich das Weinanbaugebiet und das Kap der Guten Hoffnung. Beides sind wunderschöne, aber auch ganz unterschiedliche Tagesausflugsziele.

Ins Weinanbaugebiet

Meine Kunden und ich stehen früh auf, wir wollen mit unserem Reiseveranstalter Gebeco einen Tagesausflug ins Weinanbaugebiet rund um Kapstadt machen.

Wie schon die ganzen letzten Tage auch, scheint die Sonne heiß vom Himmel. Es ist Sonntag und so ist die Straße in Richtung Paarl gar nicht so voll. Gleich als erstes wollen wir uns eine Weinkellerei anschauen, die selbst gar keine Weinberge ihr eigen nennt. Es ist sondern eine Kooperative, die auch kleineren Weinbauern die Chance gibt ein Auskommen mit ihren Trauben zu haben.

Paarl, Weinkellerei
im KWV Wine Emporium

Paarl

Es ist das KWV Wine Emporium in Paarl, ganz in der Nähe des Taal Monuments, das für die verschiedenen Sprachen in Südafrika errichtet wurde. Zunächst erhalten wir eine interessante Führung durch den Produktionsbetrieb, wo wir  auch das riesige Fass „Big Bill“ kennen lernen, das 1843 aus französischer Eiche gebaut wurde und ungefähr 22.000 Liter fasst. Wow, was für ein Fässchen…

Natürlich fehlt am Ende des Rundgangs auch die Weinprobe nicht. Ziemlich früh am Morgen, da ist es gut, dass keiner von uns den Bus steuern muss.

Big Bill
das größte Weinfass der Welt im KWV Wine Emporium

Weiter fahren wir in Richtung Franschoek, vorbei an dem Gefängnis „Drakenstein Prison“, wo Nelson Mandela auch eine Zeit verbringen musste. Zu seinem Gedenken steht auch hier eine große Statue vor dem Eingang.

In der Mittagszeit kommen wir in

Franschoek

an.

Hier ist zu sehen, dass die Bevölkerung Geld haben muss. Der Ort ist wie fein herausgeputzt, niedliche Häuser stehen an der Hauptstraße und viele kleine Geschäfte und Restaurants sind voll mit Kunden.

Grabsteine in Franschoek
ein alter Friedhof in Franschoek

Auch eine kleine Bimmelbahn fährt hier und verbindet die verschiedenen Weingüter. So braucht sich niemand Sorgen um seinen Führerschein zu machen, wenn die Weinproben ein bisschen intensiver ausfallen. Eine wirklich gute Idee, die gern von den Touristen benutzt wird.

Bei der hübschen Kirche mitten im Ort entdecke ich sogar ein verschlafen blinzelnde Eule im Geäst eines uralten Baumes. Wahrscheinlich sind ihr die vielen Reisebusse, die heute am  Sonntag hier halten, einfach zu laut.

Vogel
wache Eule in Franschoek

Stellenbosch

Dann werden wir wieder eingesammelt und es geht in den hübschen Ort Stellenbosch. Ein kleines Museum zeigt, wie früher hier gelebt wurde. Noch heute sind viele historische Gebäude in der Innenstadt zu bestaunen. Viele junge Leute leben jetzt hier, denn der Ort hat eine attraktive Universität.

Nicht weit außerhalb von Stellenbosch wartet eine weitere Weinprobe auf uns. Im Spier Wine Tasting Centre wartet man schon auf uns. Es ist ein großes Gut, ausgebaut in eine Art Hoteldorf. Mit unterschiedlichen Übernachtungsmöglichkeiten, einem Dorfbäcker, einem Kunstmarkt mit bemerkenswerten Handwerkern und mehr.

Abends in Kapstadt

Den Abend lasse ich mit Bernd Bierbaum ausklingen, einem deutschen Reiseleiter, der vor 2 Jahren meine Reise nach Réunion und Mauritius begleitet hat. Er wohnt in Kapstadt und zeigt mir hier den Mojo-Market, den ich schon in meinem Blog über Kapstadt empfohlen habe.

Unterwegs zum Kap der Guten Hoffnung

Unser letzter volle Tag hier in Südafrika führt meine Kunden und mich zum Kap der Guten Hoffnung. Darauf haben sich wohl schon alle gefreut! Entlang der Küste fahren wir auf der M6 und machen einen kurzen Fotostopp in Camps Bay, wo die „Schönen und Reichen“ ihre Häuser oberhalb der wunderschönen Bucht gebaut haben.

in der Nähe von Kapstadt
Blick auf Camps Bay

Und weiter geht es, wir haben ein gutes Stück zu fahren. An der Hout Bay gibt es einen weiteren Fotostopp. Wer hier entlang fährt, muss auch Straßenmaut zahlen, wird aber wieder mit einem grandiosen Blick über die Bucht belohnt.

in der Kapregion
Blick auf Hout Bay

Am Kap der Guten Hoffnung

Am Eingang zum Kaphalbinsel Nationalpark mit dem Kap der Guten Hoffnung, ist ein Eintrittsgeld fällig und der erste Strauß zeigt sich auch bald. Leider hat auch hier ein Brand gewütet und viel verkohltes Land zurück gelassen.

Tierleben am Kap
Kormorane und Robben in der Brandung am Kap der Guten Hoffnung

Wir haben Glück, dass wir zum Saisonende kommen und recht früh dran sind. So haben wir Muße, uns am Erinnerungsschild aufzubauen. Dann überrennen uns chinesische Touristen und wir weichen. Nicht ohne, dass wir die Robben und Möwen bestaunen, die sich draußen auf den Felsen sonnen und immer wieder von den Wellen übergossen werden. Zwei von uns gehen zu Fuß die ca. 45 Minuten den Berg hinauf, um zum Leuchtturm zu gelangen.

Leuchtfeuer am Kap
am alten Leuchtturm am Kap der Guten Hoffnung

Nur wenige wissen, dass das Kap der Guten Hoffnung gar nicht der südlichste Punkt Südafrikas ist, sondern das Kap Agulhas, das über 250 km in Richtung Mossel Bay liegt. Aber durch die hier herrschenden Winde und Strömungen war jeder Kapitän froh, wenn der das Kap der Guten Hoffnung umsegeln konnte, ohne Schaden zu nehmen. Daher ist dieser Ort viel bekannter geworden.

Der Leuchtturm liegt ganz oben auf einem Felsen, wer nicht gut zu Fuß ist, nimmt die Zahnradbahn. Ich nehme es mit den vielen Stufen und den hier regierenden Pavianen mutig auf. Dafür werde ich mit atemberaubenden Blicken über das Meer und die Landzunge belohnt.

Kap der Guten Hoffnung
der neue Leuchtturm am Kap der Guten Hoffnung

Von einem der vielen Aussichtspunkte unterhalb des Leuchtturms kann ich sogar den zweiten Leuchtturm ein wenig herauslugen sehen. Es ist der jüngere der beiden. Der historische Leuchtturm wurde 1860 zu hoch oben gebaut. Viele Schiffe konnten ihn gar nicht sehen, denn er verschwand häufig in den dichten Wolken oder Nebelschwaden. Nach dem Sinken eines Schiffes 1911 wurde dann der andere Leuchtturm weiter unten gebaut. Er ist nun der leuchtstärkste an der südafrikanischen Küste.

Leider müssen wir weiter, ich kann mich von dem tollen Ausblick zwar nur schwer fortreißen, aber ein weiteres Highlight wartet noch.

Wer meinen Blog ein wenig verfolgt weiß, dass ich nicht nur Katzen liebe, sondern auch Pinguine! Und genau die werde ich nun besuchen.

Am Boulders Beach

gibt es eine kleine Kolonie von ca. 2500 Brillenpinguinen, auch Afrikanische  oder „Jackass“-Pinguine genannt.

Jackass Pinguine
brütende Brillenpinguine am Boulders Beach

Über Holzstege sind die Tiere am geschützten Bereich des Strandes erreichbar und gut zu beobachten. Sie stören sich am teilweise lauten Treiben der Touristen scheinbar gar nicht und brüten sogar in unmittelbarer Nähe des Strandes. Einige in Mulden am Strand, andere in selbst gebauten Bruthöhlen, die fauleren in den bereitgestellten Plastikbruthöhlen.

Brillenpinguin
einsamer Pinguin am Boulders Beach

Wie immer kann ich mich kaum satt sehen an diesen kleinen Vögeln. So fällt es mir auch sehr schwer zuzusehen, wie eine gewitzte Raubmöwe ein Pinguinei stiehlt und es auf einem der aus dem Wasser ragenden Felsen immer wieder aufprallen lässt, damit es platzt.

Raubmöve
diebische Möve mit Pinguinei

Kirstenbosch National Botanical Garden

Leider ist auch dieser Aufenthalt zeitlich begrenzt. Den Nachmittag wollen wir im Kirstenbosch National Botanical Garden ausklingen lassen. Je näher wir kommen, desto mehr Rauch sehen wir. Ein Feuer ist auf dem hinter dem botanischen Garten liegenden Berg ausgebrochen. Braune Rauchschwaden wabern durch die Luft, als wir aussteigen. Wenn der Wind auffrischt, ist auch immer wieder mal das rot züngelnde Feuer zu sehen. Der Feuergeruch ist allgegenwärtig.

Buschfeuer
es brennt oberhalb von Kirstenbosch

Dann sind die ersten Feuerlöschflugzeuge zu hören. Die Piloten fliegen unermüdlich todesmutig in den alles zudeckenden Rauch hinein. Mit dem Feuer im Hintergrund den wunderschön angelegten botanischen Garten zu bewundern, fällt mir zugegebener Maßen etwas schwer. Trotzdem kann ich durch die rauchgeschwängerte Luft tolle Bilder machen, das Licht ist einfach unglaublich.

Aloe
im National Botanical Garden in Kirstenbosch

So endet mein Besuch in Südafrika noch mit dem Besuch des Gold Restaurants in Kapstadt. Typisch südafrikanische Gerichte werden serviert und es gibt eine mitreissende afrikanische Musik. Das ist ein wirklich toller Abschluss dieser Reise! Morgen geht es zurück nach Deutschland…

Bäume im Park
Baumgruppe im Kirstenbosch national Botanical Garden

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Misty Bay
Affe in Suedafrika
Pavian am Kap der Guten Hoffnung
Eidechse am Kap der guten Hoffnung
ein Kapbewohner

 

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Neueste Kommentare

2 Kommentare

  1. 25. September 2018
    Antworten

    Auf eine Weinprobe in Südafrika hätte ich jetzt auch große Lust 😀 Aber auch deine anderen Fotos – vor allem diese niedlichen Pinguine – machen wirklich Lust auf Südafrika. Toller Bericht!

    • Gabriela
      25. September 2018
      Antworten

      Hallo Maike, vielen Dank! Ja die Pinguine, die möchte man am liebsten mitnehmen… und der Wein ist echt gut! Viele Grüße Gabriela

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