Porto per Pedelec

Ein Tag in der zweitgrößten Stadt Portugals

Auf der Kreuzfahrt von Hamburg nach Mallorca, auf der ich eine Gruppe von Kunden unseres Büros begleite, legt die mein Schiff 4 heute in Porto an. (For Englisch.)

p1260632-s
Ponte da Arrábida
Vom Hafen in die Stadt

Die zweitgrößte Stadt Portugals und Namensgeberin des Landes liegt am Douro, einem weitgehend schiffbaren Fluss, auf dem auch Flusskreuzfahrten angeboten werden. Er fließt hier in den Atlantik und trennt die Stadt in zwei Hälften. Tief hat sich der Fluss in die Felsen gegraben.

Heute möchte ich mich mal sportlich betätigen, was bei mir eher selten vorkommt. Daher wähle ich die einfachere Variante des Radfahrens, nämlich das E-Bike.  Hier in Porto ist das eine recht gute Wahl, denn Porto hat einige ordentliche Steigungen und ist auf viele Hügel gebaut. Da tut die Unterstützung des Pedelec schon ganz gut.

Blick über Porto vom Platz vor der Kathedrale
Blick über Porto vom Platz vor der Kathedrale

Vom Hafen in Leixoes, das ist der Hafenbereich von Porto, machen wir uns auf in Richtung Innenstadt. Der frühmorgendliche Nebel hat sich gerade so verzogen und die Sonne kommt ein wenig raus. Kaum haben wir das Kreuzfahrtterminal verlassen, befinden wir uns auch schon auf einer zweispurigen Fahrradstraße, die sich an der Promenade entlang zieht. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer haben hier viel Platz und kommen sich nicht ins Gehege.

Igreja do Carmo
Igreja do Carmo

Bald biegen wir aber ab und schon kommt die erste Steigung. Durch den Parque de Cidade, den Stadtpark fahren wir. Auch hier sind zweispurige Radwege angelegt. Jogger und Fußgänger schauen unserer Truppe teils belustigt, teils etwas neidisch hinterher, nehmen wir den Anstieg der Wege doch ganz locker.

Bald sehen wir die Ponte da Arrábida, die den Douro hoch überspannt. Mutige können die Brücke sogar unterhalb der Fahrbahn überqueren und besteigen. Ein Stück folgen wir dem Fluss weit oberhalb, dann biegen wir in Wohnviertel ab. Rauf und runter geht die Fahrt, teilweise über holpriges Kopfsteinpflaster, teilweise über gut ausgebaute Fahrradwege oder einfach auf engen Straßen.

In der Innenstadt

Dann stehen wir auf einem stark befahrenen Platz vor der Doppelkirche „Igreja do Carmo“, die wir natürlich kurz besichtigen. Immer wieder begegnet uns eine der alten Straßenbahnen, die sich auch noch durch die engen Straßen von Porto schlängeln.

Weiter geht es, an der angeblich schönsten Bücherei der Welt entlang, zum Rathaus der Stadt. Wir schauen uns kurz um und fahren weiter, vorbei am Bahnhof zur Kathedrale von Porto.

die angeblich schönste Buchhandlung der Welt
die angeblich schönste Buchhandlung der Welt

Hier haben wir einen gigantischen Blick über die Altstadt. Der morbide Charme der Stadt lässt sich hier besonders gut sehen. Ich habe teilweise das Gefühl, dass die Häuser hier rund um die Kathedrale nur noch stehen, weil sie sich gegenseitig stützen.

Kathedrale von Porto
Kathedrale von Porto

Aber es wird auch viel gebaut in der Stadt. Moderne Häuser sehe ich immer wieder zwischen den alten Bauten aufragen.

Touristen
Touristen

Ein paar Nonnen sind auch in einer Führung durch Porto unterwegs und unser Guide von der Mein Schiff 4, Kevin erzählt uns natürlich auch die wichtigsten Dinge.p1260685-s

Durch winzige Gassen fahren wir abwärts in Richtung Douro, manchmal schieben wir die Räder auch, denn einige der Wege sind so steil, dass sie nur aus Treppen bestehen.

Am Fluss

unten, kurz unterhalb der „Ponte Luis 1“, der weltberühmten Brück, die die zwei alten Stadtteile verbindet, verbringen wir unsere Mittagspause.

Ponte Louis 1
Ponte Louis 1

Es ist angenehm warm geworden . Die vielen kleinen Cafés und Restaurants an der Flusspromenade sind gut gefüllt, hier legen auch die Ausflugsboote ab. Sogar eines der Kreuzfahrtschiffe nimmt gerade Fahrt auf und fährt unter der Brücke hindurch.

Historische Portweinboote liegen hier vertäut. Wären die Autos und die Eisenbahn nicht, die sich über die Brücke quälen,  könnte man sich in der Zeit zurückversetzt fühlen. Fliegende Händler versuchen Touristen genauso zum Kauf zu überreden, wie auch die Verkäufer in ihren kleinen Buden. Besonders haben es mir die Taschen aus Kork angetan, aber ich habe ja schon so viele Handtaschen….

Portweinboot
Portweinboot

Dann schaue ich noch einem der mutigen Brückenspringer zu. Nee, das wäre nichts für mich! Bestimmt 10 m tief springen die Jungs da in den Fluss.

Brückenspringer
Brückenspringer

Nach einem leckeren Kaffee und Kuchen trifft sich unsere Gruppe wieder und wir treten den Rückweg zum Schiff an.

Plötzlich verschwindet die Sonne, die Temperatur sackt merklich ab. Nebel zieht unglaublich schnell den Douro vom Meer her auf, das gegenüberliegende Ufer ist kaum mehr zu sehen.  Jetzt bin ich wirklich froh über meine Regenjacke!

Häuser an der Promenade
Häuser an der Promenade
Zurück zum Schiff

Am Ufer des Flusses, an der Promenade entlang, wieder auf einem zweispurigen Fahrradweg strampeln wir zurück. Vorbei an einem Leuchtturm, der fast gespenstisch im Nebel und in der Brandung liegt.

Dann hat uns die Mein Schiff 4 wieder. Leicht durchgefroren genieße ich ein paar Saunagänge, während die letzten Passagiere an Bord kommen und das Nebelhorn bei der Ausfahrt aus den Hafen immer wieder ertönt.

der Leuchtturm in Porto
der Leuchtturm in Porto


Möchtest du erfahren, wie es weiter geht oder wo ich gerade bin? Auf Facebook und Instagram  gibt es immer die neuesten Reiseinfos und Bilder von mir. Ich freue mich über dein „like“ und deinen Kommentar!

am Douro
am Douro

 

Möchtest du noch mehr über meine Reisen erfahren? Das würde mich sehr freuen! Folge mir einfach auf meiner Facebook Seite. Über dein „like“ freue ich mich!

Neueste Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar

Kommentar verfassen