Nessie und der Whisky

Das Ungeheuer von Loch Ness

 

Wir sind mit dem Mietwagen in Schottland unterwegs. Es ist Ende April, wahrlich nicht die beste Reisezeit, das Wetter wechselt innerhalb von Minuten von strahlend babyblauem Himmel, zu bedrohlich schiefergrau. Dafür sind aber nur wenige Touristen außer uns unterwegs.

unterwegs in Schottland in den Highlands
unterwegs in Schottland in den Highlands
Schottland
Schottland

Wir haben uns entschlossen, auf dieser Reise nahe an die als  wortkarg verschrienen Schotten heran zu kommen. Sprich, wir haben uns für die Bed & Breakfast Unterbringung entschieden. Wie wir schnell herausgefunden haben, ist das zwar keine wirklich kostengünstige Variante, dafür aber eine sehr gute Möglichkeit, um auch in kleineren Orten unter zu kommen.

Wir sind auf dem Weg nach Inverness. Die Straßen sind teilweise recht eng, wir fahren lieber ein wenig langsamer, so lässt sich die wunderschöne, teilweise bizarre und karge Landschaft auch viel besser betrachten.

Wie schon erwähnt, ist das Wetter recht wechselhaft. Wir sind froh unsere regenfesten Winterjacken anzuhaben.

Wir kommen aus Oban und wollen quer rüber, über Fort William nach Inverness fahren. Das sind rund 200 km und wir haben den ganzen Tag Zeit.

In Fort William machen wir halt und schauen uns dieses beschauliche Städtchen an. Hier, in den dünn besiedelten  schottischen Highlands ist es schon eine Stadt. Es lohnt sich, hier mal Pause zu machen, liegt sie doch an einem schönen Meeresarm und der höchste Berg Großbritanniens, der Ben Nevis, ist von hier aus auch gut zu erreichen.

Urquhart Castle
Urquhart Castle
Schottland, Highlands
Schottland, Highlands

Wir sehen ihn nur von weitem und nach einem kleinen Spaziergang durch Fort William machen wir uns auch wieder auf den Weg. Wir sind während unseres Rundgangs immer wieder erstaunt, wie luftig die Schotten doch angezogen sind. Wir frieren bei ca. 10 – 12 Grad selbst in unseren Winterjacken noch, denn der Wind pfeift ganz ordentlich, während nicht nur die Damenwelt hier teilweise schon ohne Jacke und mit kurzen Hosen oder Röcken herum läuft.

Wie wir später erfahren, sind die Schotten halt sehr abgehärtet. Wird es doch auch im Hochsommer selten mehr als 18 Grad warm. Dann sind 12 Grad natürlich schon verhältnismäßig warm. Wir sind nicht so hart gesotten und bleiben bei unseren Winterjacken.

Schottland
Schottland

Wir kommen an der Ben Nevis Destillery vorbei, beschließen aber, lieber später den Geheimnissen des schottischen Whiskys auf die Schliche zu kommen.

Wir fahren durch Wälder und immer wieder an den verschiedenen Lochs vorbei. Es ist schon eine atemberaubende Gegend hier. Auf vielen Abschnitten sehr einsam und wild. Wir fragen uns so  manches Mal wovon die Leute hier leben.

Wir durchqueren das Örtchen Drumnadrochit und erreichen endlich am frühen Nachmittag Urquhart Castle.

Urquhart Castle
Urquhart Castle

Wir haben schon die Befürchtung, dass es vielleicht, wie so einige andere Schlösser und Burgen auch, noch geschlossen haben könnte, aber hier hat man mit den armen Touristen ein Einsehen und lässt sie schon vor dem 1. Mai ein bisschen Kultur erleben.

Urquhart Castle, Schottland
Urquhart Castle, Schottland

Urquhart Castle ist eine fast 800 Jahre alte Burganlage. Inzwischen allerdings sehr malerisch verfallen. Sie liegt direkt am Loch Ness. Von hier aus soll man doch häufiger auch mal Nessie gesichtet haben.

Der Wettergott hat ein Einsehen mit uns und zeigt uns einen hellblauen Himmel mit vielen Wölkchen, aber ordentlich Wind.

Urquhart Castle
Urquhart Castle

Wir besteigen den noch einigermaßen gut erhaltenen Turm und schauen uns um. Unten liegt das langgestreckte Loch Ness. Es ist an einigen Stellen über 200 Meter tief und fast 40 km lang. Warum sollte sich da nicht ein Ungeheuer verstecken?

Loch Ness
Loch Ness

Sehr breit ist Loch Ness nicht, wir können das gegenüberliegende Ufer gut erkennen. Genau wie an diesem Ufer erhebt sich hier eine sanft geschwungene und bewaldete Hügelkette.

Urquhart Castle
Urquhart Castle

Das Wasser trägt Schaumkronen, die Wellen klatschen ans Ufer, es ist wirklich windig. Die Wolken  werfen immer wieder Schatten auf das Wasser. Ragt da nicht etwas Dunkles aus dem Wasser? Könnte das… Oder dort? Nessie? Wir schauen und schauen, aber Nessie möchte sich heute nicht zeigen. Schade, unseren Fotoapparat haben wir parat. Da kann man wohl nichts machen.

Ein ganz klein wenig enttäuscht fahren wir weiter in Richtung Inverness zu unserem nächsten Bed & Breakfast.

Dabei wird uns eines klar, wenn wir die Ben Nevis Destillery besucht hätten und dem guten Whisky ordentlich zugesprochen hätten, dann wäre uns Nessie sicher erschienen. Vielleicht haben es die anderen Leute, die sie gesehen haben, ja auch so gemacht…

Wer aktuelle Neuigkeiten, Kurioses usw. haben möchte, ist hier richtig. Es darf kräftig „geliked“ werden!

 

Möchtest du noch mehr über meine Reisen erfahren? Das würde mich sehr freuen! Folge mir einfach auf meiner Facebook Seite. Über dein „like“ freue ich mich!

Neueste Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar

Kommentar verfassen