Im Ochsenkarren zu den Lisu

Zu Gast in der Lisu Lodge

 

Mit einer Gruppe Kunden bin ich als Reisebegleitung in Thailand unterwegs. Wir fahren von Bangkok aus in den Norden Thailands, ins Goldene Dreieck.

Mekong
Mekong

Auf dieser Rundreise besichtigen wir viele Tempel, machen Bootsfahrten, u.a. auch auf dem Mekong

Mekong
Mekong

und besuchen sogar ein Opium-Museum.

Opium Museum
Opium Museum

Die Thai sind sehr freundliche Menschen, das Essen unterwegs immer unglaublich lecker, vor allem, wenn die traditionellen Speisen serviert werden.

Nach sechs Tagen kommen wir sehr spät abends an der Lisu Lodge an. Es ist stockdunkel, wir können kaum die Hand vor Augen sehen, der Bus kann uns nur bis zum Eingang der Lodge bringen, den Rest müssen wir zu Fuß gehen. Aber wo gehen wir hin? Ist es ein ebener Weg oder sandig, abschüssig? Nichts ist zu sehen. Warum haben wir auch beim letzten Stopp so getrödelt?

Da sehen wir ein paar kleine Lichter, die Umrisse einiger auf Stelzen gebauter Gebäude. Mir geht es gar nicht gut, ich habe mir auf dem Flug nach Bangkok eine fürchterliche Erkältung mit einem bellenden Husten aufgeschnappt. Die Taschentuchvorräte meiner mitreisenden Kunden ist schon arg von mir dezimiert worden. Ich bin froh, dass wir endlich da sind.

Wir werden von einigen sehr hübsch angezogenen Lisu-Frauen empfangen. Die einem traditionellen Lisu-Dorf nachempfundene Lodge besteht aus mehreren großen Häusern, die wohl aus Holz oder Bambus gebaut sind. Sie verfügen über mehrere Zimmer mit eigenem Bad und einer sehr großen Gemeinschaftsveranda, auf der sich das Leben abspielt.

Lisu Lodge, Veranda, Zimmereingang
Lisu Lodge, Veranda, Zimmereingang

Die Wände sind geflochten, in dem schummrigen Licht der kleinen Lampen sieht alles sehr malerisch aus. Die einzelnen Häuser stehen recht weit auseinander, man kann sie kaum erahnen, so dunkel ist es.

Jedem von uns wird sein Zimmer zugewiesen, einige von uns werden in ein anderes Haus gebracht. Unsere Koffer sind wie durch Zauberei auch schon da.

Lisu Lodge, Zimmer
Lisu Lodge, Zimmer

Wir beziehen unsere Zimmer, sie sind klein, aber sehr hübsch eingerichtet, die Betten sind bequem und haben natürlich ein Moskitonetz. Wir würden gern nach dem heißen Tag erstmal duschen, aber das Essen wartet schon. Die Tafel ist auf der Veranda für uns alle gedeckt. Wir lassen es uns schmecken, dann warten schon die Tänzer der Lisu auf uns, um uns ihre traditionellen Tänze vorzuführen. Sie sind prächtig gekleidet und ziehen uns mit Ihrer Darbietung in den Bann.

Wir sitzen noch ein bisschen zusammen und gehen dann in unsere Zimmer, es wird ruhig im Dorf.

Nicht ganz ruhig, denn wir können alle hören, was im Nebenzimmer so gesprochen wird. Hoffentlich schnarcht niemand….

Da hören wir aus dem Nebenzimmer: „ Gute Nacht John-Boy!“ Wir müssen lachen, kennen wir doch alle die Waltons, die Fernsehserie, die in den 1970 er Jahren so populär war. Wir antworten artig: „Gute Nacht Mary-Ellen.“ Aus einem Zimmer kommt ein „Gute Nacht Jim-Bob.“ Dann zieht Ruhe ein.

Die Zimmerwände sind geflochten, wir denken, es ist Bambus oder ein ähnliches Material. Es kommt uns so vor, als würden wir draußen schlafen, denn wir können alle Geräusche der Nacht hören. Irgendwann schlafen wir ein.

Am Morgen weckt uns früh ein Hahn, dann kräht der nächste, wir hören die anderen leise sprechen, Duschen rauschen. Also raus aus den Federn. Mir geht es noch schlechter, ich habe wohl Fieber.

Mountain-Bikes
Mountain-Bikes
Massagen
Massagen

Die Gruppe macht sich auf um die Aktivitäten, die die Lodge bietet, zu nutzen. Mein Mann will eine Radtour machen, Mountainbikes und ein Guide stehen zur Verfügung. Wir können uns massieren lassen, mit dem Ochsenkarren durch ein in der Nähe gelegenes Dorf fahren oder einfach erstmal nichts tun, ausruhen.DSC05852

Genau das mache ich, alle sind beschäftigt, ich suche mir eine bequeme Liege auf der Veranda und versuche mich zu schonen. Das gelingt mir richtig gut, ist es doch ganz ruhig hier, das riesige Grundstück ist wunderschön bewachsen, dort ist auch ein Seerosenteich.DSC05866 Herrlich und schon schlafe ich ein wenig ein….

Die Lisu sind ein Bergvolk, das auch diese Lodge betreibt. Sie versuchen so einen Teil ihrer Identität zu erhalten und den Touristen näher zu bringen. Schön, dass es die Möglichkeit gibt sich hier über diese ethnische Minderheit zu informieren.

DSC05911Am Nachmittag geht es mir wieder ein wenig besser und ich mache mich mit einigen anderen auf, um die Ochsenkarrentour zu machen. Ganz gemächlich trotten wir durch das kleine Dorf der Lisu. Die Einwohner winken uns zu, wir fahren an einer Tankstelle und den allgegenwärtigen kleinen Schreinen vorbei.

heilige Schreine
heilige Schreine
Tankstelle
Tankstelle

Die wenigen Autos müssen warten wenn die Straße zu eng zum Überholen ist, aber hier scheint jeder Zeit zu haben. In Hast sehen wir niemanden. Es ist sehr ruhig und wir können mit Muße die immergrüne Umgebung bestaunen.DSC05917

Wir genießen alle diesen ruhigen Tag nach den vielen Besichtigungen der letzten Tage und tanken alle ein bisschen Kraft und Ruhe auf.

Ruhe auf der Veranda
Ruhe auf der Veranda

Nach dem wunderbaren Essen geht es wieder früh in unsere Betten, die Waltons werden wieder zitiert und wir schlafen alle einem frühen Start am nächsten Morgen entgegen.

 

Hier lang geht´s zu aktuellen Infos, Kuriosem usw.

 

Möchtest du noch mehr über meine Reisen erfahren? Das würde mich sehr freuen! Folge mir einfach auf meiner Facebook Seite. Über dein „like“ freue ich mich!

Neueste Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar

Kommentar verfassen